Josef Garbáty gründete im ausgehenden 19.Jahrhundert eine Zigarettenfabrik, welche zunächst an der Schönhauser Allee, später an der Hadlichstraße produzierte, bis sie 1938 von den Nationalsozialisten "arisiert" wurde. Seine Familie emigrierte daraufhin in die USA. Garbáty selbst engagierte sich bis zu seinem Tod in Pankow 1939 für soziale Zwecke und unterstützte etwa großzügig das Waisenhaus für jüdische Kinder an der Berliner Straße. Im Jahr 2000 wurde der Vorplatz des damals neu eröffneten S- und U-Bahnhofs Pankow darum zu seinen Ehren benannt und mit einem Denkmal der Künstlerin Susanne Ahner versehen. Das Denkmal, welches den Schriftzug „Garbáty“ auf mehreren Säulen zeigt, ist auf dem Platz zwar gemeinhin sichtbar, seine Bedeutung bleibt aber oft unbeachtet. So wurden in der Vergangenheit etwa auch wiederholt Werbematerialien an den Säulen angebracht.
Um das Andenken an Josef Garbáty angemessen zu bewahren und die Sichtbarkeit des Denkmals zu verbessern, fordern wir mit einem Antrag unserer Bezirksverordneten Prof. Antje Tölle, den Ort mit einem Schild zu ergänzen, das näher auf Garbátys Leben und Wirken eingeht. Außerdem soll der Garbátyplatz mit einem offiziellen Straßenschild gekennzeichnet werden, da dieser bislang nur auf Online-Karten verzeichnet ist. Dies könnte etwa feierlich zum 175. Geburtstag von Garbáty am 27. Juni 2026 umgesetzt werden.
