Fraktion der CDU in der Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Berliner Morgenpost
› Bauvorhaben am Pankower Tor: Annäherung auf Raten [2018-03-21]

Acht Jahre nach dem Kauf des Areals am S- und U- Bahnhof Pankow haben sich Investor Kurt Krieger, die Senatsverwaltung und das Bezirksamt jetzt auf Eckdaten verständigt, wie das 40 Hektar große Gebiet entwickelt werden soll. Ja, es gibt einen Letter of Intent, eine Absichtserklärung, aber ohne rechtliche Bindung, sagte Pankows Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) auf Anfrage der Morgenpost am Freitag. Doch die Vereinbarung ist noch nicht unterschrieben. Offen seien noch Fragen zum Verkehr sowie die endgültige Festlegung der Verkaufsfläche. Es muss eine politische Entscheidung auf Senatsebene geben, so Kuhn. Bezirk und Investor seien mit 27.000 Quadratmeter Fläche für das Einkaufszentrum einverstanden. Neben dem Einkaufszentrum will Krieger zwei Möbelhäuser errichten, zudem 1500 Wohnungen, von denen 30 Prozent mietpreisgebunden sein sollen.


Für die CDU eine erfreuliche, aber auch eine dringend nötige Entwicklung, wie Berlins Vize-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus, Stefan Evers, sagte. Zusammen mit Christian Gräff, dem wohnungs- und wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, besichtigte er mit den CDU- Kollegen Dirk Stettner, Gottfried Ludewig und Johannes Kraft am Freitag in Pankow Flächen für große Wohnungsbauvorhaben. Hauptkritik Die Entwicklung von stadtnahen und gut erschlossenen Grundstücken wie an der Michelangelostraße in Prenzlauer Berg oder auch mit dem Areal des einstigen Güterbahnhofs Greifswalder Straße (beides hat Potenzial für rund 1700 Wohnungen) werde aus politischen Gründen nicht weiterverfolgt. Evers will deshalb jetzt einen Antrag im Abgeordnetenhaus stellen. Dieses Projekt sollte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung an sich ziehen, findet Evers. Es könne nicht sein, dass innerstädtische Flächen nur wenige Kilometer entfernt vom Alexanderplatz weiterhin ungenutzt brachlägen, obwohl es Entwicklungsmöglichkeiten gebe.


Anders verhalte es sich mit den Vorhaben in den Randlagen wie am Blankenburger Pflasterweg. Dort müsse zunächst die Verkehrserschließung klar sein. Gerade in solchen Lagen wie auch auf der Elisabeth-Aue in Französisch Buchholz sollte zudem über Ein- und Mehrfamilienhäuser statt über Geschosswohnungsbau nachgedacht werden. Dann wären junge Familien nicht mehr gezwungen ins Umland zu ziehen statt an den Berliner Stadtrand.


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